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Bibliothek und kramt in den Büchern. Das nenne ich doch unverſchämt; ich bin Papas Sohn und darf mir kein Buch von ihm nehmen. Sachte ſchlich ich mich wieder fort, und weil mir Papa auf der Treppe be⸗ gegnete, erzählte ich's ihm und daß ich Doris bei Dir verklagen wolle. Da packte er mich am Arm, daß ich aufſchrie vor Schmerz, ſchüttelte mich und ſagte, ich ſolle das Spähen und Plappern und Ver⸗ klagen ſein laſſen, er wolle keinen Spion zum Sohn! Ein Spion aber, ſagt Vincenz, iſt ein Menſch, der von den Soldaten gehängt wird. Und ich will doch Soldat werden!“
„Papa hat Recht“, verſetzte Coſima leiſe.„Man muß nicht Alles ſehen. Aber nun geh', mein Kind! Ich bin nicht wohl.“
„Du arme Mama!“ ſagte der Knabe.„Aber noch eins! Vincenz ſagt, ich erhielte eine neue Gou⸗ vernante. Bitte, bitte, liebe Mutter, gib mir keine Gouvernante mehr! Ich mag keine Mädchen leiden, ich liebe nur Dich, ich will nur von Dir lernen. Du biſt ja klüger als ſie. Und dann iſt auch Vincenz da. O, der kann Alles, nur nicht Franzöſiſch.“
Des jungen Grafen bewunderter Vincenz war
natürlich ein Reitknecht.
„Ich kann ohne Einwilligung Deines Vaters


