Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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ich war ſchon wieder ganz geſund, lag nur noch im Bett trat Doris einmal mit Papa ins Zimmer. Um ſie zu necken, that ich, als ob ich ſchliefe. Sie beugte ſich über mich und küßte mich, daß ich kaum das Lachen halten konnte.Sieht er mir nicht ähn⸗ lich? fragte Papa. Und was antwortete das Fräu⸗ lein?Ganz und gar nicht', ſagte ſie,ſonſt würde ich ihn nicht geküßt haben. Was ich mir aus ihren Küſſen mache! Aber ich ſollte Papa nicht ähnlich ſehen? Da glaube ich doch dem Vincenz; der meint, ich ſei der ganze Papa und mit der Zeit kriegte ich ſchon auch einen Bart. Natürlich war ich wüthend, machte die Augen auf und nannte das Fräulein eine Gans. Papa lachte er mußte ſie ja auch lächerlich finden! aber geſchlagen hat er mich doch.

Und warum erzählteſt Du mir das nicht früher? fragte die Mutter mit abgewandtem Geſicht.

Weil ich kein Spion ſein mag, erwiderte der Knabe, und da ihn Coſima erſtaunt anblickte, fuhr er fort:Eines Tages wollte ich in Papas Gewehrſchrank ſehen ich habe die ſchönen blanken Waffen gar zu gern! Wie ich aber im Vorzimmer bei dem Schranke ſtand, hörte ich nebenan, in Papas Arbeitsſtube, ein Geräuſch. Ich ſpähe durch die halb offene Thür und denke Dir! da ſteht Fräulein Doris vor Papas