die Möbel und hundert andere Gegenſtände nach ihrem Geſchmack und von ihrer Wahl. Ein Erker war mit Blumen und Palmen geſchmückt; aus den Fenſtern ſah man in den Garten. Coſima blieb nach ihrem Eintritt unſchlüſſig brütend ſtehen. Da bewegte ſich eine herabgelaſſene Gardine; Coſima’s Söhnchen, dort verborgen, ſteckte den Kopf hindurch und lachte die Mutter an. Dann ſprang er hervor, ein ſchöner Knabe, der des Vaters blondes Kraushaar, von der Mutter die braunen Augen hatte.
Der Anblick ihres Kindes in dieſer Stunde zerriß Coſima das Herz.
„Iſt Fräulein Doris fort, Mama?“ fragte der Knabe.
„Haſt Du ihr nicht Adieu geſagt?“
„Nein“, antwortete der Knabe mit kindiſchem Trotz,„ich bin ihr nicht gut.“
„Du mußt allen Menſchen gut ſein“, ſagte die Gräfin, die Hand ſanft auf ſeine Schulter legend.
„Aber das Fräulein war ſo falſch; was wirſt Du ſagen, wenn ich Dir erzähle, daß ſie mich Papa nicht ähnlich fand!“
Coſima mußte trotz ihres Kummers lächeln.
„Ja, ſo war ſie. Jetzt, da ſie fort iſt und nicht mehr wiederkommt, wie mir Vincenz verſichert, ſollſt
Du es wiſſen. Als ich ſo krank war— das heißt, 3*


