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fand dies auch und verliebte ſich— vielleicht deshalb — mehr als gewöhnlich in das Hoffräulein, und da ſie tugendhaft blieb, hatte er, um Herr auch dieſes Wunſches zu werden, keinen andern Ausweg, als das arme Fräulein zu heirathen. Mehrere ſeiner Freunde wurden infolge dieſes Schrittes an Guido
irre, andere fanden ihn ſehr großmüthig, wieder
andere genial; darin aber einigte ſich alle Welt, daß Coſima eine glänzende Partie mache.
Inwiefern die Welt mit dieſer Behauptung Recht gehabt, werden wir ſehen. Zwar beginnen wir mit dem zwölften Jahre der Che Coſima's, doch ob die Creigniſſe früher oder ſpäter eintreten, iſt nicht das Weſentliche, ſondern daß ſie eintreten, das iſt das Schickſal.
Wir haben das Wetter jener Tage bereits angedeutet.
Ein holder Sommer war es; wolkenlos, blau
jeder Tag, während in den Nächten gelinde Regen⸗ ſchauer die Erde erquickten. Welch ein Morgen dann! Man konnte glauben, nicht die Lerchen trillerten, ſondern die Luft ſei Geſang. Nirgend ein welkes Blatt, nur friſcheſtes Grün und reichſtes Blühen! Je⸗ des Haus öffnete ſeine Fenſter dem friſchen Athem, dem Licht und Wohlgeruch. Gräfin Coſima wohnte
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