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wechſelt waren, wollte Frau Beate zu ihren häuslichen Pflichten zurück. Denn kleine Wirthſchaft— große Arbeit. Allein ihr Gemahl hielt ſie ſcherzend feſt.„Wie!“ rief er,„Du, welche die Stunden zählt, bis der gute Lud⸗ wig uns wieder Kunde von den Dingen bringt, welche hinter'm Berg ſich ereignen, willſt heute leer ausgehen? Bedenke doch, daß Herr Wald für uns verloren iſt, ſobald ihn Juſtine zu Mozart und Beethoven ent⸗ führt!“
Die Paſtorin, die man für eine ältere Schweſter Juſtinens halten konnte, gab ihrem Gatten ſeufzend darin Recht, daß ſie wie auf einer einſamen Inſel wohnten.
„Aber auf einer friedlichen, lieblichen Inſel“, ſagte er.„Oder biſt Du anderer Anſicht?“
Sie antwortete dem Gatten mit einem liebevollen Blick.
„Am nächſten Sonntag werden es zwanzig Jahre“, wandte ſich der Paſtor an Ludwig,„daß ich in Frie⸗ denthal die erſte Predigt hielt. An Prüfungen und Heimſuchungen hat es Hirt und Heerde ſeitdem wahr⸗ lich nicht gefehlt, doch größer noch war der Segen.“
Er durfte es ſagen.
Friedenthal ſtand unter dem Patronat eines Herrn von Bruck. Der Urgroßvater deſſelben, ein aufgeklär⸗
Heigel, Benedictus. I. 2


