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„Ich ſitze ja oft genug dabei.“
„Aber Hochwürden leuchten ihm gehörig heim—“
„Fällt mir nicht ein. Lieber wollte ich einen Moh⸗ ren weiß waſchen. Woher kommt denn dieſer Herr? Aus Berlin, wo der Lehrer mit ſeinen Schulknaben den David Strauß lieſt.“
Gottlieb Egidius ſchüttelte ſich. Doch eine gün⸗ ſtigere Gelegenheit, ſeine Sache vorzutragen, kam nicht wieder.
„Mich drückt auch etwas auf dem Herzen.“
„Sie haben doch nicht den Strauß geleſen?“
„Gott ſoll mich behüten, nein! Aber da iſt mein Sohn—“
„Der Ludwig? Ich denke, der iſt nur ein Muſik⸗ narr?“
„Mir geht's mit ihm wie der Frau Gräfin mit Seiner Gnaden: ſein Umgang gefällt mir nicht.“
Der Hochwürdige legte ſich mit beiden Armen über den Tiſch.„Hat er eine Liebſchaft?“
„Noch iſt's nicht ſo ſchlimm, aber ich zittere, Hoch⸗ würden, ich zittere. Möchten doch Sie ihm ins Gewiſſen reden!“ „Woher weht denn der Wind?“
„Aus Frie denthal.“ Der Pfarrer lehnte ſich plötzlich an die Wand


