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wieder bis zwölfe trinken müſſen. Unſer gnädigſter Herr hat— sit venia verbo— den Magen und Durſt eines Kameels. Und ſein Gaſt, der Herr von Flor, iſt noch ſchlimmer, animirt die andern zum Saufen und bleibt ſelber beim Waſſerſchoppen.“
Der gute Schulmeiſter dachte ſeufzend, daß es ein Unterſchied ſei, ob man freiwillig oder gezwungen Waſſer trinke. Um aber den Seufzer zu rechtfertigen, bedauerte er laut die arme Frau Gräfin, die ſo lange aufbleiben müſſe.
„Bewahre!“ widerlegte ihn der Pfarrer;„ſobald die Völlerei losgeht, empfiehlt ſich die Gräfin auf Fran⸗ zöſiſch. Und damit thut ſie recht. Denn wenn die Männer über die Schnur hauen, muß wenigſtens die Frau vernünftig ſein.— Ja, ja, ſie hat auch ihren Kummer, unſere gute Gräfin!“
„Unmöglich, eine ſo reiche Frau!“
Der Pfarrer drückte die Augen ein.„Alles Gold der Welt füllt ein Herz nicht aus“, ſprach er ſalbungs⸗ voll, ſiel jedoch ſofort wieder in den gemüthlichen Plauderton.„Sie iſt eine gute Seele, der Graf dage⸗ gen— na, wir zwei kennen ihn ja! Auch gefällt ihr ſein Umgang nicht. Dieſer Herr von Flor führt oft Reden— ich ſage Ihnen, wie ein el“
„Iſt's möglich!“
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