Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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huber trat faſt in demſelben Augenblick in die Thür

und bot dem Lehrer einen guten Morgen.

Der Seelſorger von Frohnburg war in ſeiner Vorliebe für alte Weine und junge Hühner roth von Antlitz und feiſt von Figur geworden. Auch ein ſo kurzer Gang wie der vom Pfarrhof ins Schulhaus brachte ihn in Schweiß und außer Athem. So ließ er ſich denn alsbald auf die Bank in der Bohnenlaube nieder, ſchloß beide Augen und machte ſie nicht eher auf, als bis er ſichverſchnauft hatte. Dann faltete er die Hände über dem Magen und ſchmunzelte dem Milchnapf zu, in welchem eine Fliege zappelte.

Des Schulmeiſters Einladung zu einer andern Schüſſel Milch lehnte er dankend ab, bat dagegen um ein Glas Waſſer, friſch vom Brunnen.

Das klare, kalte Naß wurde langſam, doch bis auf den letzten Tropfen geſchlürft. Als der Pfarrherr das Glas auf den Tiſch zurückſtellte, verſicherte er feierlich, daß Waſſer das köſtlichſte aller Getränke ſei, was auf eine lange Nachtſitzung geſtern bei den gräf⸗ lichen Weinen ſchließen ließ.

Die Wahrheit hinkte denn auch nach.

Seien Sie froh, Schulmeiſter, ſprach er im ländlichen Dialekt,daß Sie, wann die Muſik aus iſt, nach Hauſ ſe gehen dürfen. Da hab' ich geſtern