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uns beiden ein Sieg gelang, wie waren wir mit uns und mit der Welt zufrieden! Trennen wir Brod und Beruf! Das Brod mögen wir immerhin mit Thränen eſſen; der Beruf kann nur Freude ſein.“
„Friedenthal und wieder Friedenthal! Menſch, bedenke, daß Du nicht immer talentvolle Schüler haben wirſt. Es gibt Ohren, ſage ich Dir, Ohren—“
„Die einen hören mit den Ohren, die andern— mit dem Herzen, die dritten mit beiden zugleich. Wer gar nicht hört, will überhaupt nichts hören. Ich habe nun ſchon drei Schüler, und bei keinem täuſchte ich mich über den rechten Weg.“
Der Schulmeiſter ſpitzte den Mund.„Hm, da wäre die Gräfin; die hat allerdings ein feines Ge⸗ hör—“
„Ja, hier, Vater“, entgegnete Ludwig, auf die Herzſtelle zeigend;„ihr Söhnchen dagegen iſt, wenig⸗ ſtens für jetzt noch, nur das glückliche Gehör. Aber die dritte, Paſtors Juſtine—“
„Verdreht meinem dummen Jungen den Kopf“, fiel der Schulmeiſter zornig in die Rede.„Aber ich werde ihn Dir zurecht ſetzen. Eine gemiſchte Ehe, in unſerem Stande! Heiliger Joſeph! Hat mir doch von großem Waſſer geträumt! Das bedeutet immer Unglück. Und da haben wir die Beſcherung!“


