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den er, ſelbſt zwar nur mittelgroß, um Kopfeslänge überragte, hübſch, blondlockig, mit feinem, durchgeiſtig⸗ tem Geſicht, war's mit der väterlichen Strenge ſchon nicht halb mehr ſo ſchlimm. Doch muſterte der Alte den Jungen nicht ohne Mißtrauen.
„Haſt ja Deinen guten Tuchrock an; wo ſſoll's wieder hin?“
„Sie wiſſen doch, Vater, ich muß heute in Frie⸗
denthal Stunde geben.“
„Schon wieder?“ fuhr der Andere auf.„Das gefällt mir nicht. Wenn das ewige Hin und Her noch etwas einbrächte! Aber der Paſtor, ein Hungerleider wie wir—“
„Bitte, Vater—“
„Bitte, Herr Sohn! Du bringſt Dich durch Dei⸗ nen Umgang dort um alle Reputation in Frohnburg.“
Der Angegriffene vertheidigte ſich ohne Ungeduld.
„Geſchieht's denn nicht auf unſerer Gräfin Wunſch und Befehl? Die iſt ſicherlich eine gute Katholikin und kommt doch niemals über Friedenthal, ohne beim Pa⸗ ſtor Beſuch zu machen. Bitte, lieber Vater, warum heute den Mißton zwiſchen uns? Sehen Sie, wie ſchön der Morgen, wie ſchön die Welt iſt!“
„Lirum, Larum, ein tüchtiger Regen wäre dem Bauer viel lieber. Allein davon verſteht der Herr


