Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Ah bah, redete er ſich wieder in ſchlechte Laune, das Alles iſt an ſich ſehr ſchön, aber für uns ein Un⸗ glück. Wenn Ludwig in muſikaliſchen Dingen ein Eſel blieb, ließ ihn unſer Graf ruhig ausſtudiren. Er könnte Pfarrer werden, mein Ludwig. So aber klebt er hier im Dorfe feſt, muß vormittags die Frau Gräfin auf dem Flügel begleiten, abends dem Herrn Grafen aus Opern vorſpielen und den Lutheriſchen drüben in Friedenthal Unterricht ertheilen. Das Letzte iſt das Schlimmſte. Wenn er auch noch nicht die Tonſur trägt, der Umgang mit Paſtoren und Paſtorstöchtern ſchickt ſich nicht. Ich habe dem zu lange nachgeſehen. Ich ſtecke mich hinter unſern Pfarrer; er muß der gnä⸗ digen Herrſchaft Vorſtellungen und dem Aergerniß ein Ende machen.

Damit ſprang der kleine Mann haſtig auf und rief, indem er aus der Laube trat, ſo barſch er konnte, ſeinem Ludwig.

Der Muſiker, Bogen und Geige in den Händen, zeigte ſich am offenen Fenſter.

Wünſchen Sie etwas, lieber Vater?

Leg' vor allem die verwünſchte Fiedel beiſeite und komm' heraus!

Ludwig gehorchte ſofort.

Als der junge Mann vor dem Schulmeiſter ſtand, 1*