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arme Dirne von einem der letzten Knechte dieſes Herrn hier mitten im Dorfe ſchmählich gemordet
ward? Schon einmal hatte Egon durch ſeine Da⸗
zwiſchenkunft Kapleſers Leben erhalten, in Etivaz, als dort die Mordſcenen von Gruyèéres bekannt wurden; die Gelegenheit, ein Gleiches zu thun, wiederholte ſich ſchnell. An der Seite ſeines freundlichen Wirthes, des Pfarrers, unter deſſen Obdach er übernachtet hatte, kam Herrn Wilibalds Sohn auf dem Schauplatz des begangenen Ver⸗ brechens an; bald wußte er, um was es ſich han⸗ delte, er ſah die Verwundete oder Ermordete, deren ſchöne unſchuldige Bruſt man entblößt hatte, um ihre Wunde zu unterſuchen und das aus derſelben quellende Blut zu ſtillen und die nur noch ſchwache Lebenszeichen von ſich gab, dann den Mörder, der mit tückiſcher Miene daſtand und, weil ſeine Flucht unmöglich war, mit kalter Ruhe die Folgen ſeiner That erwartete, welche äußerſt bedenklich zu werden drohten. Der Kreis, den die Landleute und Egon's Reiſige um ihn geſchloſſen hatten, öffnete ſich bei dem Herzutreten jener Beiden; der Pfarrer, ein Greis, beugte ſich alsbald zu der Sterbenden nieder, um ihr in ihren letzten Augen⸗ blicken beizuſtehen, der Jüngling aber wandte ſich
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