Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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erſchüttert und entrüſtet zu dem, der ihn in die Nothwendigkeit verſetzt hatte, ſein Richter zu wer⸗ den. Nach einem kurzen Verhör, in welchem das Geſtändniß überflüſſig war, denn die That, im Angeſicht Vieler begangen, lag offen da und er⸗ heiſchte Nichts als Strafe oder blutige Vergeltung, ſah man im Antlitz des hübſches Junkers, an wel⸗ chem Aller Blicke mit Spannung und Ungeduld hingen, Röthe und Bläſſe, die Spuren ſeiner inneren Bewegung, in raſcher Folge wechſeln. Sollte er den Tod über den Schuldigen ausſprechen? Derſelbe ſchwebte auf ſeinen Lippen, ſeinen Athemzügen. Nur bewilligen durfte Egon, was das allgemeine Verlangen hier war, ein Wink der Genehmigung von ſeiner Hand, und das Todesurtheil über den wilden Kapleſer war geſprochen, gefällt und voll⸗ zogen. Mit einer inneren Regung, die er kaum verbergen konnte, blickte er ſich nach dem Pfarrer um, der eben mit dem Trauerberichte zu ihm trat, die Verwundete habe ausgeathmet im Schooße ihrer Baſe, nachdem ihr letztes Wort ein Gebet und Anruf der Heiligen geweſen. Mein Vater, was ſoll ich thun? fragte Egon, des Greiſes Hände erfaſſend, dieſer Mann hat den Tod verdient, und ich muß ſein Urtheil ſprechen.