vor Ermordung durch die erzünten Landleute rettete, hatte er ſich ſtörriſch, ungehorſam und nicht etwa dankbar gezeigt wie die meiſten anderen von glei⸗ chem Schickſal Geretteten, vielmehr ſo, daß ſogar in dem Augenblicke, da ſeine zufällige Verſtärkung, die Simmenthaler Schaar, ihn verließ, Egon es für angemeſſen und nothwendig erachtete, ihn nebſt noch einigen anderen Verdächtigen feſſeln und in dieſem Zuſtand abgeſondert bewachen zu laſſen.
Früh war das Dorf munter; eher als wohl ſonſt, wovon die Anweſenheit der Gäſte, die hier übernachtet hatten, die Schuld tragen mochte. Mit Tagesanbruch kamen die Hirten und Landleute aus ihren Hütten und Häuſern hervor, um den Abzug Jener zu ſehen, der, wie Jedermann wußte, um dieſe Zeit ſtattfinden ſollte. Leben und Beweg⸗ ung zeigte ſich bereits im Dorfe; Dirnen holten Waſſer am Brunnen, Roſſe wurden von ihren Reitern dahin geführt, andere geſchirrt und geſat⸗ telt, die Wagen der Gefangenen aufgefahren und gerüſtet. Nun kamen die letzteren ſelbſt unter der Bedeckung ihrer Wächter und beſtiegen mit mehr oder minder düſterem Ausdruck ihrer Mienen die Fuhrwerke. Einige, die Gefeſſelten, brauchten dazu Hülfe. Es entſtand währenddeſſen hier und da


