Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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begrüßt wurden, und obgleich man in den Gefange⸗ nen von Etivaz, die jetzt auf Berns Befehl auf Berner Boden geſchafft wurden, die Knechte Join⸗ ville's, die verhaßten Werkzeuge ſeiner Bedrückung recht wohl erkannte, ſo mochte die Stimmung in allen Dörfern nicht gleich ſein, mindeſtens kannte man ſie nicht unbedingt. Doch dehnte Egon die Vor⸗ ſichtsmaßregel nicht auf ſämmtliche Gefangenen aus, ſondern nur die unterwarf er ihr, denen er am we⸗ nigſten zu trauen Veranlaſſung hatte. Dazu ge⸗ hörte ganz beſonderes einer, den ſeine Gefährten den wilden Kapleſer nannten, ein unbändiger, wildblickender Mann, noch vor Kurzem reiſiger Knecht, einer der Bevorzugten und Günſtlinge ſei⸗ nes Herrn, der rüſtigſte Helfershelfer bei Aus⸗ führung von Gewaltthaten, der ſchon in ſeinem Aeußeren das Gepräge eines Teufels oder Hen⸗ kers trug; man hätte ſagen können, die Natur habe Kapleſer gezeichnet, ſo falſch und wild war ſein Blick, ſo abſtoßend von Leidenſchaften zerriſſen der Ausdruck ſeines dicht umbarteten Antlitzes. Auf dem ganzen Wege von Etivaz bis hierher, ſo lange er ſich nur unter dem Schutze der Berner befand, deren zeitige Ankunft vor der Dorfkirche, dem einſtweiligen Kerker der Gefangenen, ihn allein