Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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unter den Zuſchauern Gelächter und Spottrede, was wohl mehr dem drolligen oder ungeſchickten Gehaben Dieſes oder Jenes galt als dem Un⸗ glück, welches Alle drübte, und dem Uebermuth des Schwachen entſpringen mochte, der zu erwachen pflegt, wenn der Starke, vor dem er einſt zitterte, gedemüthigt wird; in dem wilden Kapleſer aber erwachte die Wuth. Er knirſchte gegen ſeine Bande, verhielt ſich jedoch ruhig und winkte einer Dirne, die mit einem Milcheimer in der Hand eben vor⸗ überging. Es war ein bleiches, hübſches, etwa ſechzehnjähriges Kind, das krank oder ſehr betrübt ausſah und gar nicht zu wiſſen ſchien, was hier vorging, ſo wenig kümmerte ſie ſich darum. Es fiel ihr gar nicht einmal auf, daß Kapleſer ſie mit ihrem Taufnamen rief; ſtill trat ſie näher an ſeinen Wagen, als erwarte ſie eine Anrede oder einen Befehl. Eine Anrede erfolgte auch: Ah ſieh da, Margot! ſprach der Gefangene, Du hier? wie kommſt Du nach Charmy?

Ich bin eine Waiſe, Herr Kapleſer, und diene meiner Mutter Schweſter als Magd.

Du hatteſt Dich irgendwo verſteckt, Dirne; nir⸗ gends warſt Du zu finden und wußteſt doch, wie ich Dich liebe.