2⁵⁷ 4
Den Teufel will ich! Biſt Du toll, Spielmann? Denkſt Du, ich könnte Tauſende verſchleudern, wie Du Töne auf Deiner Querpfeife? Und geſetzt, ich könnte es, würde ich jemals wollen?
Das iſt ein Anderes, ſagte Hans, die Achſel zuckend, mit Kälte; ſo findet Euch mit ihm ab, wie Ihr ſonſt mögt und koͤnnt.
Abfinden! häßliches Wort! Wüßte ich, wer es erfunden hat und die Sache dazu, ich fügte ihm
ein Leides zu. Wo willſt Du hin, Hans?
Fort, mich aufmachen, wegſchleichen bei Nacht und meiner Wege ziehen; ſo leid es mir thut, Eu⸗ erer verehrten Geſellſchaft, Eueres belehrenden Um⸗
gangs nicht mehr genießen zu dürfen, ſo muß ich
doch fort. Ein Jeder iſt ſich ſelbſt der Nächſte und hat Pflichten gegen ſich und ſeine Kinder. Ich bin ein armer Mann zwar, und viel zu holen iſt nicht bei mir, aber—
Aber! was für ein Aber um aller Heiligen willen? Was ſticht Dich an, Hans?
Nichts, als daß ich nicht Luſt habe, wie Ihr meine Haut bei dieſen Bernern zu Markte zu tra⸗ gen, die zuletzt in ihrem Uebermuthe— denn der Stärkere iſt immer übermüthig— mit mir Fange⸗ ball ſpielen würden, wenn ſie mit Euch feriſj ſind—
v. Heeringen, der Kaufmann von Luzern. J.


