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dort ebenfalls Schmuck, oder wollte es doch— wolltet Ihr nicht, Junker?— genug, der Junker Egon von Stein aus Bern, Geſandter des hohen Rathes der Republik bei dem Fürſten von Savoyen, von wo er eben zurückkommt, und hier im Kauf⸗ haus, weil er neugierig war, meine Waarenballen und Kiſten, meine ganze Schiffsladung zu ſehen. Freilich, desgleichen ſieht man in Bern nicht. Nun, Herr Geſandter, was ſagt Ihr?
Bevor ich hierauf antworte, entgegnete der junge Menſch lächelnd und erröthend, erlaubt mir, einen Irrthum zu berichtigen, in welchem Ihr rück⸗ ſichtlich meiner befangen zu ſein ſcheint, werther Herr, und— ſo viel ich weiß, ohne meine Schuld. Nicht ich bin der Geſandte meiner Republik, ſon⸗ dern nur in deſſen Geleit; Jener iſt der edle Ritter von Rinkenberg, unſeres Landammanns Bruder vom Schloß Rinkenberg am Brienzer See—
Ja doch, ja doch, fiel ihm Herr Schilling är⸗ gerlich ins Wort, ſo ſeid Ihr doch ſein Geheim⸗ ſchreiber, Herr—,
Jetzt lachte der Jüngling laut auf. Wofür haltet Ihr mich doch? rief er, entweder die Ab⸗ ſicht des Luzerners, mit ihm zu prunken, nicht ver⸗ ſtehend, oder nicht willens, ſie zu verſtehen— wie
v. Heeringen, der Kaufmann von Luzern. I. 3


