20
Deſorgis ſtehen zu bleiben, wo Ihr ſo gütig waret, mich zu bemerken.
Herr Werner ſtarrte den Jüngling an und ſchien in Gedanken verloren. Wie? rief er, ſagt's doch noch einmal! Aus Chambery kommt Ihr, vom Hofe des Grafen Johann— mit einer Geſandt⸗ ſchaft? Ihr müßt folglich wiſſen, wie es um Krieg und Frieden ſteht— wie man mit den ſavoyiſchen Schirmvögten in der Waadt und im Freiburgiſchen daran iſt— ob man den wilden Joinville auf Greyerz, den Thonon auf Echallens und Andere zu fürchten hat— wie es mit der Sicherheit von Waarenzügen jenſeit Lauſanne beſchaffen iſt— ge⸗ nug, worauf man ſich vorzuſehen hat auf der Reiſe. Sollte es wahr ſein, was man ſchon in Lyon ſagte und ich nicht glauben wollte, daß Graf Johann böſe Abſichten habe auf die Eidgenoſſenſchaft und unſer Friede mit ihm auf ſchwachen Füßen ſtehe? Ich bitte Euch, ſollte es wahr ſein? Ihr begreift, daß einem armen Kaufmann, der mit reichen Gü⸗ tern unterwegs iſt, an einer ſicheren Nachricht über ſolches gelegen ſein muß.
Mein guter Herr Werner, entgegnete der junge Knappe ohne alle Bitterkeit über das Vorgefallene, ich begreife das wohl und kann Euch leider nur


