Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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geſinnten verloren? Konnten ſie, indem ſie genugſam Sand auf das Geſchriebene ſtreuten, das, was er geſchrieben, weniger ſchlüpfrig machen? Wenn aber, andächtige Verſammlung, der Gerichtshof H. Clauren als wirklich vorhanden angenommen hat, ſo hat er damit nur erklärt, daß man Claurens Namen nicht führen dürfe, daß es unrechtmäßiger Weiſe geſchehen ſei, wenn man die acht Buchſtaben, die das non ens bezeichneten, H. C. I. a. u. r. e. n in derſelben Reihenfolge auch auf ein anderes Werk geſetzt habe. In einer andern Reihenfolge wäre es alſo durchaus nicht Unrecht geweſen, und wie viele Anagramme ſind nicht aus jenen my⸗ ſtiſchen acht Buchſtaben zu bilden! Der geheime Hofrath Cark Heun bezeugt eine außerordentliche Freude über dieſen Spruch und glaubt, ſomit ſei die ganze Sache abgethan, und er habe Recht. Wie täuſcht ſich dieſer gute Nann! War denn jene Satire: der Mann im Mond, gegen ſeinen angenommenen Namen ge⸗ richtet? Namen, Herr, thun nichts zur Sache, der Geiſt iſt's, auf den es abgeſehen war. Und die Richter vom Eßlinger Gerichtshofe konnten und wollten dieſe entſcheiden, ob die Ten⸗ denz, die Sprache, das ganze Weſen von Seiner Wohlgeboren Schriften ſittlich oder unſittlich ſei, ob ſie Probe halten vor dem Auge, das nach kritiſchen Geſetzen urtheilt und nach den Vor⸗ ſchriften der Aeſthetik, in welches Gebiet doch die Schriften von Clauren gehören? Der Name, nicht die Sache, konnte doch nach bürgerlichen Geſetzen Unrecht ſein; aber verſuche er ein⸗ mal, nachdem er mit Glück ſeinen Namen verfochten, auch ſeine Sache, den Geiſt und die Sprache ſeiner Schriften zu vertheidigen!-- eBedenke! Auch das Schöne muß ſterben, das Menſchen und Götter entzückte, doch das Gemeine ſteigt lautlos zum Orkus hinab. Wohl dem Namen Clauren, wenn er dann trotz ſo manchem Vergißmeinnicht vergeſſen ſein wird, denn nach wenigen Jahr⸗ zehnten verſchwindet der Scherz, und mit Ernſt richtet die