Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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Roſamunde und der Graf Oliva, das liebe Dijon⸗Röschen, Klo⸗ tilde und ihr Sekretär. Meine Freude war unausſprechlich, ich flog wie ein Ball von einem Arm in den andern, und das Küſſen wollte gar keine Ende nehmen. Endlich faßte man ſich, daß es doch zu einem vernünftigen Geſpräch kam. Freilich trübte der Tod unſerer Magdalis und ihres treuen Willibald, die uns im Leben ſo nahe ſtanden und auch nach ihrem Tode ſo innig verſchwiſtert mit uns fortleben, die erſten Augenblicke des Wieder⸗ ſehens; aber nachdem wir ihnen das Todtenopfer inniger Thränen geweiht, kehrte die holde Freude wieder bei uns ein.

Wir tollten, lachten und ſchäckerten, der weiße Hirſch faßte kaum ſo viele Gäſte, und manches Pärchen mußte ſich mit einem Bettchen behelfen.

So lebten wir ſchon ſeit zwei Tagen in Saus und Braus und brachen dem weißen Hirſchwirth beinahe das Haus ab, da wir ſaßen gerade beim Kaffee, da fuhren Wagen vor; wir drängten uns Alle an die Fenſter und ſchlugen den fremden Men⸗ ſchenkindern ein Schnippchen, denn gut Eſſen und Trinken konnten ſie wohl bekommen, aber Betten, Logis, ohne unſere Bewilligung kein Fleckchen, und landfremde Leute mochten wir gerade nicht gerne unter uns haben. In einem prächtigen Landauer, mit vier Poſtpferden beſpannt, ſaß ein Herr und eine junge Dame; ſie hoben die Köpfe in die Höhe 2

Mein Gott, das iſt ja Graf Martiniz, rief ich, und zugleich rief Vally:Ei der Tauſend, das iſt ja Ida Sanden! Ich ſprang gleich hinab, um ſie heraufzuführen; ſie folgten wirk⸗ lich nebſt noch drei andern ältlichen Herren, welche der zweite Wagen entladen hatte. Ida und Vally flogen einander in die Armez ſie hatten ſich in der Reſidenz, wo Vally lebt, kennen gelernt und liebten einander innig. Der Graf zog mich zu den beiden jungen Damen, um welche die Uebrigen ſchon einen dichten Kreis geſchloſſen hatten.Sehen Sie, ſagte er zu mir,das iſt ſeit geſtern mein liebes Frauchen. 3

Da fanden ſich alſo alle Bekannte zuſammen. Ich hatte den