Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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Grafen in Hamburg kennen gelernt. Damals faßte ich tiefe Zu⸗ neigung zu ihm, ſie wurde zur Freundſchaft, und er geſtand mir ſeine ſchrecklichen Leiden. So wenig ich an ſolche Viſtonen glaubte, ſo war ich doch der Meinung, daß ihn Liebe zu einem guten, reinen Mädchen zerſtreuen, retten könnte; und wie herrlich hatte ſich dieſes gemacht! Er war froͤhlich, ſelig, war durch die Liebe dieſes Engels der Menſchheit wieder geſchenkt.

Auch in den drei andern Gäſten, der Leſer wird unſchwer den alten Martiniz, den Präſidenten und den Hofrath in ihnen erkannt haben, lernte ich wackere, liebenswürdige Männer kennen. Gleich den erſten Abend war es uns Allen, als hätten wir das holde Pärchen ſchon Jahre lang gekannt, ſo trefflich paßten ſie zu unſerem Sinn, zu unſerem ganzen Weſen. Der junge Graf erzählte uns ſeine Geſchichte, und wenn wir bedachten, wie zu⸗ fällig er nach Freilingen, wie zufällig er auf jenen Ball, wo er Ida fand, gekommen war, wie eben ſo zufällig der alte Oheim auf einer Geſchäftsreiſe dieſe Gegenden berührt, dem Neffen eine Ueberraſchung bereiten wollte, und als Deus ex machina mit⸗ wirkte und die Ränke der böſen Aarſtein vereiteln half, wahr⸗ lich, wir mußten dieſe Fügungen bewundern und fanden den alten Spruch beſtätigt:

Der Zug des Herzensiſt des Schickſals Stimme.

Noch zwei Tage blieb das junge Paar unter uns und reiste dann, als auch wir uns Alle wieder nach Oſt und nach Weſt zerſtreuten, weiter.

Noch in der letzten Stunde erlaubte mir Emil, ſeine Ge⸗ ſchichte der Welt zu erzählen.

Es ſoll mich innig freuen, wenn ihre innige, treue Liebe Beifall findet, ſie ſind es werth; Alle, die ſie kennen, lieben ſie, und ich darf ſagen, ſte ſind ein Herz, eine Seele mit mir, ſie ſind auch wieder durch den Zug des Herzens ganz die Meinigen geworden.

H. Clauren.

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