Teil eines Werkes 
14. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Hexe Gott veizeih mirs hätte ich ſchon lange auf die Straße geworfen, wo ſie hingehört. Hat der Herr doch ſein gutes Alter, und ſoll ſich behandeln laſ⸗ ſen, als läge er noch in den Windeln.

Ihr habt gut reden, Meiſter Kohler, anthortete

der alte Diener,aber das verſteht Ihr doch nicht recht.

Auf die Gaſſe werfen? Wer ſoll denn nachher haus⸗

halten? ¹

Wer? ſchrie der erhitzte Weber.Wer? Ein Weib ſoll er nehmen, eine Hausfrau wie ein anderer Chriſt und Ulmer Bürger auch; was hat er nöthig, als Junggeſelle zu leben und allen Mädchen in der Stadt

nachzulaufen? Hab' ich ihn nicht neulich angetroffen,

wie er meiner Katharine ſchön gethan hat? Schiff und Geſchirr hätte ich ihm mögen an den Kopf werfen, dem

geſtrengen Herrn, ſo aber ſeine Mutter ſelig hat manch ſchönes Tafelſtück bei mir weben laſſen, die brave

Frau ſo mußte ich meine Mütze abziehen und ſagen: Gehorſamen guten Abend, und was befehlen Euer Wohledlen? Daß dich der 4

Ei ſchau' Einer! ſagte Johann mit unmuthigem Geſicht;ich habe immer gedacht, ein Herr wie der Rathsſchreiber, mein Herr, könne in allen Ehren ein Wort mit Eurem Töchterlein wechſeln, ohne daß die böſe Welt

So? Ein Wort wechſeln, und Abends nach der

Veſperglock' im März? Er heirathet ſie doch nicht, und

meint Ihr meines Kindes guter Ruf müſſe nicht ſo rein ſein wie Eures Herrn weiße Halskrauſe? Das könnt, ich brauchen!