Letzteren.
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unſerem Würtemberg wohl anſtünde. Dort hinter ihm kommen die Bundesoberſten. Weiß Gott, ſie ſehen aus wie Wölfe, die nach Beute gehen.“
„Pfui! verwitterte Geſtalten!“ bemerkte Bertha, „ob es wohl auch der Mühe werth war, Bäschen Marie, daß wir uns ſo putzten? Aber ſiehe da, wer i*ſt der junge ſchwarze Reiter auf dem Braunen? Sieh nur das bleiche Geſicht und die feurigen ſchwarzen Augen! Auf ſeinem Schilde ſteht: Ich hab's ge⸗ wagt.“
„Das iſt der Ritter Ulerich von Hutten,“ erwiderte ter Alte, dem Gott ſeine Schmähworte gegen unſern Herzog verzeihen wolle. Kinder! das iſt ein gelehrter, frommer Herr. Er iſt zwar des Herzogs bitterſter Feind, aber ich ſage ſo. Denn was wahr iſt, muß wahr bleiben!*.
„Und ſiehe, da ſind Sickingens** Farben, wahr⸗ haftig, da iſt er ſelbſt. Schaut hin, Mädchen, das iſt Franz von Sickingen. Sie ſagen, er führe tauſend Reiter in das Feld. Der iſts mit dem blanken Harniſch und der rothen Feder.“
* Ulerich von Hutten, geb. 1488, ſtarb 4523 in Ufnau am Zürcherſee. Er iſt berühmt durch eine große Anzahl Schriſten und als kühner Beförderer der Reformation. Er griff Ulerich von Würtemberg in Gedichten, Brieſen und Reden an, die der gelehrte Nicolaus Barbatus zu Marburg in ſehr geläufigem Latein mit triftigen Gründen widerlegt. Vergl. Schradius II. 385. Bekannt iſt ſein Wahtſpruch:„Jacta alea esto.“
** Franz von Sickingen, ein berühmter Zeitgenoſſe des Er wird in dieſem Kriege von Sattler als öſterrei⸗ chiſcher Rath auſgeführt.


