Teil eines Werkes 
14. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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was die künftigen Tage bringen werden, ob Würtem⸗ berg geſiegt, ob der Bund den Wahlplatz behauptet habe. Wir rollen dieſen Vorhang auf, wir laſſen Bild an Bild vorüberziehen, möge das Auge nicht zu frühe ermüdet ſich davon abwenden.

Oder ſollte es ein zu kühnes Unternehmen ſein, eine hiſtoriſche Sage der Vorzeit in unſern Tagen wieder zu

erzählen? Sollte es unbillig ſein, zu wünſchen, daß ſich die Aufmerkſamkeit des Leſers einige kurze Stun⸗

den nach den Höhen der ſchwäbiſchen Alb und nach den lieblichen Thälern des Neckars wende?

Die Quellen des Susquehannah und die maleriſchen Höhen von Boſton, die grünen Ufer des Tweed und die Gebirge des ſchottiſchen Hochlandes, Altenglands luſtige Sitten und die romantiſche Armuth der Galen leben, Dank ſei es dem glücklichen Pinſel jener berühmten Novelliſten, auch bei uns in Aller Munde. Begierig liest man in getreuen übertragungen, die wie Pilze aus der Erde zu wachſen ſcheinen, was vor ſechzig oder ſechshundert Jahren in den Gefilden von Glasgow oder in den Wäldern von Wallis ſich zugetragen. Ja, wir werden bald die Geſchichte der drei Reiche ſo genau inne haben, als hätten wir ſie nach den gelehrteſten Forſchungen ergründet. Und doch iſt es meiſt nur der große Unbekannte, der uns die Bücher ſeiner Chro⸗ niken erſchloß und Bild an Bild in unendlicher Reihe vor dem ſtaunenden Auge vorüberführte. Er iſt es, der dieſen Zauber bewirkte, daß wir in Schottlands Geſchichte beinahe beſſer bewandert ſind, als in der unſrigen, und daß wir die religiöſen und weltlichen