Teil eines Werkes 
14. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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13 Händel unſerer Vorzeit bei weitem nicht ſo deutlich kennen, als die Presbyterianer und Epiſcopalen Albions.

Und in was beſteht der Zauber, womit jener unbe⸗ kannte Magier unſere Blicke und unſere Herzen nach denbergigten Heiden ſeines Vaterlandes zog? Viel⸗ leicht in der ungeheuern Maſſe deſſen, was er erzählt, in der grauenvollen Anzahl von hundert Bänden, die er uns über den Kanal ſchickte? Aber auch wir haben mit Gottes und der Leipziger Meſſen Hülfe Männer von achtzig, hundert und hundertundzwanzig! Oder haben vielleicht die Berge von Schottland ein glänzen⸗ deres Grün, als der deutſche Harz, der Taunus und die Höhen des Schwarzwaldes. Ziehen die Wellen des Tweed in lieblicherem Blau als der Neckar und die Donau, ſind ſeine Ufer herrlicher als die Ufer des Rheins? Sind vielleicht jene Schotten ein intereſſan⸗ terer Menſchenſchlag, als der, den unſer Vaterland trägt, hatten ihre Väter rötheres Blut als die Schwa⸗ ben und Sachſen der alten Zeit, ſind ihre Weiber lie⸗ benswürdiger, ihre Mädchen ſchöner als die Töchter Deutſchlands? Wir haben Urſache, daran zu zweifeln, und hierin kann alſo jener Zauber des Unbekannten nicht liegen.

Aber darin liegt er wohl, daß jener große Novelliſt auf hiſtoriſchem Grund und Boden geht, nicht als ob der unſerige weniger geſchichtlich wäre, aber wir haben ja ſchon ſeit Jahrhunderten uns angewöhnt, unter fremdem Himmel zu ſuchen, was bei uns ſelbſt blühte, und wie wir die rohen Stoffe ausführen, um ſie in an⸗ derer Form mit Bewunderung und Ehrfurcht als theure