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Der Schein des Windlichtes fiel auf ihn und Marie, und noch lange Jahre bewahrte Georg die Erinnerung an dieſe Gruppe. Die ſchlanke Geſtalt der Geliebten, das dunkle Haar, deſſen Flechten aufgegangen waren und nun um den zierlichen Hals herabſtrömten, die blendende Stirne, das ſinnige, blaue Auge, dem die langen, dunkeln Wimpern und die ſchöngeſchwungenen Bogen der Brauen einen eigenthümlichen Reiz gaben, der kleine rothe Mund, die zarte Farbe ihrer Wangen, dies Alles, überſtrahlt von dem Lichte, das ſie in der Hand hielt, bewirkte, daß Georg glaubte, die Geliebte nie ſo reizend geſehen zu haben, als in dieſem Augen⸗ blick, wo der Contraſt gegen die ſcharfen, kräftigen Formen des Mannes, der neben ihr ſtand, ihr zartes, liebliches Weſen noch mehr hervorhob.
Der nächtliche Gaſt half mit beinahe übermenſch⸗ licher Kraft dem alten Pförtner die Brücke wieder auf⸗ ziehen. Dann zog ſich der Alte zurück und Georg ver⸗ nahm folgendes Geſpräch:
„ Iſt Nachricht da von Tübingen? Iſt Marx Stumpf zurück? Ich leſe Unglück in Euren Mienen!“
„Nein, Herr, er iſt noch nicht zurück,“ ſagte Marie,„der Vater erwontet ihn aber noch dieſe Nacht. u
„Daß ihm der Teufel Füße mache! Ich muß war⸗ ten, bis er kommt, und ſollte es Tag darüber werden. — Hul eine kalte Nacht, Fräulein,“ ſagte der Ge⸗ ächtete,„meine Schuhn und Käuzlein in der Nebel⸗ höhle muß es auch gewaltig frieren, denn ſie ſchrien und jammerten in kläglichen Tonen, als ich heraufſtieg. ¹ „Ja, es iſt kalt,“ antwortete ſie,„um keinen Preis
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