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nach geſchehener That. Ich weiß ſchon, Undank iſt der Welt Lohn, ich kann ja ſchweigen. Wer will haben gute Ruh, der ſeh' und hör' und ſchweig' dazu.“
„Nun ſo ſchweige immerhin,“ entgegnete das Fräu⸗ lein, etwas gereizt.„Übrigens wirſt Du wohl thun, wenn Du den Vater nicht geradezu merken läßt, daß Du Herrn von Sturmfeder ſchon kennſt. Es wäre möglich, er könnte glauben, er ſei wegen uns nach Lichtenſtein gekommen.“
Frau Roſel kämpfte zwiſchen guter und böſer Laune. Es that ihr wohl, daß man ſie brauche, daß man Still⸗ ſchweigen von ihr erbitten müſſe. Auf der andern Seite war ſie noch unwillig darüber, daß das Fräulein ſeit neuerer Zeit ſo wenig Vertrauen in ſie geſetzt habe. Sie murmelte daher nur einige unverſtändliche Worte vor ſich hin, indem ſie die Stühle wieder an die Wände ſtellte, die Becher von dem Tiſch nahm und die Flecken abwiſchte, die der Wein auf der Schieferplatte, womit der Tiſch eingelegt war, zurückgelaſſen hatte. Marie gab Georg, der ſich an ein Fenſter geſtellt hatte und noch nicht völlig mit ſich und der Geliebten ausgeſöhnt ſchien, einen Wink, den er nicht unbeachtet ließ. Ihm ſelbſt war viel daran gelegen, daß Mariens Vater noch nichts um ihre Liebe wußte, er fürchtete, jener möchte es als einziges Motiv ſeines Übertritts zu Würtemberg anſehen, er möchte ihn darum weniger günſtig beur⸗ theilen, als er bisher gethan. Dies erwägend, näherte ſich Georg der alten Frau Roſel. Er klopfte ihr trau⸗ lich auf die Schultern, und ihre Züge hellten ſich zu⸗ ſehends auf.„Man muß geſtehen,“ ſagte er freundlich,
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