Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Sache, daß Georg ſprach:Ich habe ihn ſchon ge⸗ ſprochen, dort ſtehen noch die Becher, die wir zuſammen leerten.

Nun? fuhr die Alte fort.Da werdet Ihr wohl noch nicht von ihm Abſchied genommen haben?

Nein, ich ſollte ihn im Schloß erwarten.

Ei, wer wird denn gehen wollen? ſagte ſie und drängte ihn ſanft in das Zimmer zurück.Das wär'

mir eine ſchöne Sitte. Der Herr könnte ja Wunder

meinen, was für einen ſonderbaren Gaſt er beherbergte. Wer bei Tag kommt, ſetzte ſie mit einem ſtechenden Blick auf das Fräulein hinzu,wer beim hellen Tag kommt, hat ein gut Gewiſſen und darf ſich nicht weg⸗ ſchleichen wie der Dieb in der Nacht.

Marie erröthete und drückte die Hand des Jüng⸗

lings, und unwillkürlich mußte dieſer lächeln, wenn er an den Irrthum der Alten dachte und die ſtrafenden Blicke ſah, die ſie auf Marien warf.

Ja, ja, wie ich ſagte, fuhr Frau Roſel fort, braucht Euch nicht wegzuſtehlen, wie der Dieb in der Nacht. Wäre vielleicht beſſer geweſen, Ihr wäret ſchon früher gekommen. Im Sprüchwort heißt es: Sieh für Dich, Irren iſt mißlich; und wer will haben Ruh', bleib' bei ſeiner Kuh! Aber ich will Nichts ge⸗ ſagt haben. 4

Nun ja, ſagte Marie,Du ſiehſt, er bleibt da. Was willſt Du nur mit Deinen Reden und Sprüch⸗ lein? Du weißt ſelbſt, ſie paſſen nicht immer.

So? Aber bisweilen treffen ſie doch Einen, dem

es nicht lieb iſt. Aber Reu und guter Rath iſt unnütz