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gültig, nur bedauerte ich Euch, als ich hoͤrte, daß Ihr noch ſolch ein junges Blut ſeid, denn ſobald Ihr über die Alb kamet als Kundſchafter, wäret Ihr ohne Gnade und Barmherzigkeit todt geſchlagen oder unter die Erde geſetzt worden, wo keine Sonne und kein Mond hin⸗ ſcheint. Um ſo überraſchender war mir und vielen Männern die Nachricht, wie Ihr es ausgeſchlagen und wie tapfer Ihr vor jenen Herren geſprochen. Auch daß Ihr abſagtet und auf vierzehn Tage Uhrfehde ſchwören mußtet, erfuhr ich. Und wie freut es mich, daß Ihr nun gar unſer Freund geworden ſeid!“
Die Wangen des jungen Mannes glühten, ſein Auge ſtrahlte vor Freude; brach ja doch dieſer Augen⸗ blick alle Schranken, welche die Verhältniſſe zwiſchen ihm und Marie gezogen hatten. Sein langer Wunſch, deſſen Erfüllung oft ſo weit in die Ferne hinaus gerückt ſchien, war in Erfüllung gegangen; er hatte unbewußt Mariens Vater für ſich gewonnen.„Ja, ich habe ihnen abgeſagt,“ antwortete Georg,„weil ich ihr Weſen nicht mehr leiden mochte; ich bin Euer Freund ge⸗ worden; doch wäre es möglich, ich hätte mich nicht ſo bald zu Eurer Sache bekannt; aber als ich unten in der Höhle neben jenem geächteten Mann ſaß, als ich bedachte, wie man mit den Edeln und ſelbſt mit dem Herrn des Landes umgehe, wie ſeine gewaltigen Reden ſo mächtig an meiner Bruſt anklopften, da war es mir auf einmal hell und klar, hieher müſſe ich ſtehen, hier müſſe ich ſtreiten. Und glaubt Ihr, es werde bald et⸗ was zu thun geben? Denn ich bin nicht zu Euch her⸗ übergeritten, um die Hände in den Schooß zu legen!“


