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deer Fahne des Vaters führte? Und mußte er nicht in
der Achtung dieſes Mannes ſinken, wenn über kurz oder lange dieſes Motiv ſeines übertrittes ans Licht kam?„Ihr ſeid zu gütig,“ antwortete er;„die Ab⸗ ſichten eines Menſchen liegen oft tiefer verborgen, als
man auf den erſten Anblick glaubt; ſeid verſichert, daß
mein Übertritt zu Eurer Sache zwar zum Theil von dem empörten Gefühl des Rechtes geleitet wurde; doch könnte es auch einen irdiſcheren Beweggrund geben, Herr Ritter, und ich möchte nicht, daß Ihr mich für zu gut hieltet, es würde mir um ſo weher thun, wenn Ihr nachher ungünſtiger von mir urtheiltet.“
„Ich liebe Euch um dieſer Offenheit willen nur noch mehr,“ entgegnete der Herr des Schloſſes und drückte ſeinem Gaſt die Hand.„Doch traue ich meiner Erfahrung und meiner Kenntniß der Geſichter, und von Euch will ich kühn behaupten, daß, wenn Euch auch noch eine andere Abſicht leitet, als das Gefühl des Rechtes, dieſe Abſicht doch keine ſchlechte ſein kann⸗ Wer Schlechtes im Schilde führt, iſt feig, und wer feig iſt, wagt es nicht, den Truchſes, den Herzog von Baiern und den ſchwäbiſchen Bund vor den Kopf zu ſtoßen und ſo aufzutreten, wie Ihr aufgetreten ſeid.“
„Was wiſſet Ihr von mir?“ rief Georg mit freu⸗ digem Erſtaunen;„habt Ihr denn je von mir gehört vor dieſem Augenblick?“
Der Diener, welcher bei dieſen Worten die Thüre öffnete, unterbrach die Antwort des alten Herrn; er ſetzte Wildpret und volle Becher vor Georg hin, und ſchickte ſich an, den Gaſt zu bedienen. Doch ein Wink
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