69 zweiten Stock, wo ein überaus ſchoner Saal, ringsum mit hellen Fenſtern, den Ritter von Lichtenſtein und ſeinen Gaſt aufnahm.* Der Hausherr gab einem Die⸗ ner, der ihnen gefolgt war, mehr durch Zeichen als Worte einige Befehle, die ihn aus dem Saale ent⸗ fernten.
„ Cruſius beſchreibt in ſeiner Chronik das Schlößchen Lich⸗ tenſtein, wie wir es hier nacherzählen. Er ſah es zu Ende des ſechzehnten Jahrhunderts, alſo etwa ſiebzig Jahre nach dem Jahr 1519. Dort findet ſich auch die hieher gehörige Stelle:
„Im oberen Stockwerk iſt ein überaus ſchöner Saal, rings⸗ um mit Fenſtern, aus welchen man bis an den Aſperg ſehen kann; darin hat der vertriebene Fürſt, Ulerich von Würtemberg öfter gewohnt, der des Nachts vor das Schloß kam und nur ſagte:„Der Mann iſt da!“ ſo wurde er eingelaſſen.“ Wo aber wohnte er den Tag über? Wo hieit ſich der Vertriebene auf? Die Frage lag ſehr nahe.
Jetzt iſt in die Rumen des alten Schloſſes ein Jägerhaus erbaut, das noch immer den Namen des„Lichtenſteiner Schlöß⸗ leins“ trägt, und am fröhlichen Pfingſtfeſt einer lebensfrohen Menge zum Tummelplatz dient.
Der gegenwärtige Beſitzer, Graf Wilhelm von Würtem⸗ berg, läßt eben jetzt(1840) das Soloß von Heideloff im go⸗ thiſchen Style neu aufbauen. Der kleine Stahlſtich, den die Verlagshandlung vom Schlößchen anfertigen ließ, zeigt es in ſeiner bisherigen Geſtalt. Obn
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