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ſei, wo uns die Mutter ſchöne Sachen beſcheerte. Re⸗ quiescant in pace!“ ſetzte er hinzu, indem er ſeitwärts blickte, um eine Thräne zu verbergen;„ſie ſind drüben alle Drei, und feiern dort ihren heiligen Freitag!“
„Man ſollte nicht von ſo unheiligen Dingen ſpre⸗ chen,“ ſagte der Pfeifer nach einigem Stillſchweigen, „aber mein Beichtiger mag es mir ſchon vergeben. Ich denke, Ihr ſolltet nicht traurig ſein, Junker! De⸗ nen, die ſchlafen, iſt es wohl, und die, die wachen, ſol⸗ len vorwärts, und nicht rückwärts ſehen. So würde ich an Eurer Stelle daran denken, wie Ihr einſt auch Eu⸗ ren Kindlein das Oſtern beſcheeren koͤnnet, und wie ſie ſich freuen werden am Charfreitag. Seid Ihr nicht auf der Brautfahrt, und wird ein gewiſſes Fräulein nicht auch eine gute, ſanfte Mutter werden?“
Georg ſuchte umſonſt ein Lächeln zu unterdrücken, das dieſer ſonderbare Troſtſpruch hervorgelockt hatte. „Höre, guter Freund,“ entgegnete er,„Dir iſt zur Noth ein ſolches Wort erlaubt; doch möchte ich keinem Andern rathen, meine Ohren durch ſolche ſündige Ge⸗ danken zu entweihen.“
„Nichts für ungut, Herr! ich wollte weder Euch, noch das Fräulein damit beleidigen; ſoll auch nicht mehr geſchehen. Aber ſehet Ihr nicht dort ſchon den Thurm aus den Wipfeln ragen? Noch eine kleine Viertelſtunde und wir ſind oben.“
„So viel ich geſtern in der Nacht bemerken konnte, iſt das Schloß auf einen einzelnen, jähen Felſen hinaus⸗ geſtellt? Bei Gott, ein kühner Gedanke, da konnte wohl Niemand hinüberkommen, wer nicht mit den Gei⸗


