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Gedanken beſchäftigt ging er durch die Höhle; die erhabene Pracht der Natur, die beim Eintritt ſein Auge überraſcht und gefeſſelt hatte, ging für ihn verloren; er ſtaunte nicht mehr, daß ſie im Schooße eines unſcheinbaren Berges ſich ſo herrlich und groß⸗ artig ausgeſprochen habe. War ja doch ſein inneres Auge mit einem Gegenſtand beſchäftigt, in welchem ſie ſich noch impoſanter und großartiger ausſprach, als in der nächtlichen Pracht dieſer Felſen; denn er be⸗ wunderte die Erhabenheit des menſchlichen Geiſtes über jedes irdiſche Verhältniß, und dachte nach über die Majeſtät einer großen Seele, die auch im Gewande eines Bettlers ihren angeborenen Adel nicht verläug⸗ nen kann.
Ein heller, freundlicher Tag empfing ſie, als ſie aus der Nacht der Höhle zum Licht herausſtiegen. Georg athmete freier und leichter in der kühlen Mor⸗ genluft, denn der feuchte Dunſt, der in den Gängen und Grotten der Höhle umzieht, und wovon ſie viel⸗ leicht den Namen Nebelhöoͤhle trägt, lagert ſich beengend auf die Bruſt. Sie fanden das Pferd des jungen Rit⸗ ters noch an derſelben Stelle angebunden, munter und friſch wie ſonſt, und ſelbſt die Waffenſtücke, die am Sattel befeſtigt waren, hatten durch den Nachtthau nicht Schaden gelitten, wie Georg befürchtet hatte, denn der Pfeifer von Hardt hatte ein grobes Tuch, das ihm beim Unwetter gegen Regen und Kälte dienen mmoochte, über den Rücken des Pferdes ausgebreitet. Georg machte ſeine Kleidung und das Zeug des Roſ⸗ ſes zurecht, während der Bauer dieſem einige Händevoll
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