52 Georg bangte, der Ritter möchte durch die traurige Gegenwart und ſeine ſchöneren Erinnerungen wieder in ſeine Wehmuth zurückgeführt werden, daher ſuchte er ſchnell dem Geſpräch eine andere Wendung zu geben: „Ihr waret alſo oft um den Herzog, Herr Ritter? O ſagt mir, ich bin ja jetzt ſein Freund, iſt er im Umgang? Wie ſieht er aus? N. iſt ſehr veränderlich und hat viele Launen „Nichts davon,“ antwortete der G werdet ihn ſehen und lernet ihn am ſchreibung kennen. Aber ſchon zu lan fremden Angelegenheiten geſprochen. nen ſaget Ihr gar nichts? Nichts von jetzigen Reiſe, nichts von dem ſchö⸗ Lichtenſtein?— Ihr ſchweiget und h nieder? Glaubet nicht, daß es& ich frage. Nein, ich glaube Eu lich ſein zu können.“ „Nach dem, was dieſe Nacht hen iſt,“ antwortete Georg,„iſt u keine Zurückhaltung, kein Geheimniß ſcheint auch, Ihr wußtet längſt, daß ich vielleicht auch, daß ſie mir hold iſt?“ „O ja,“ entgegnete der Ritter lächelnd,„wenn ich anders die Zeichen der Liebe verſtehe und richtig deuten kann. Denn ſie ſchlug, wenn von Euch die Rede war, die Augen nieder und erröthete bis an die Stirne; auch nannte ſie Euren Namen mit eigenem, ſo eigenem Ton, als geben alle Saiten ihres Herzens den Akkord zu dieſem Grundton an.“
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