Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
Einzelbild herunterladen

51

heßoͤhen wiederhallen vom Jubel des Volkes, dann wer⸗ net auch Ihr Eurer Wohnung wieder entgegenziehen.

erſcheuchet die trüben Gedanken:„Nuno vino pel- ule curas“ trinket, vergeſſet nicht, was wir vorhin hgeſprochen haben, ich thue Euch Beſcheid in dieſem rWüt eerger Weine—„der Herzog und ſeine

genehmes Lächeln ging wie ein Sonnenblick orten auf den düſtern Zügen des Ritters rief er,„Treue iſt das Wort, das Gene⸗ gebrochenen Herzen, wie ein kühler lamen Wanderer in der Wüſte. Ver⸗ wäche, Junker. Verzeihet ſie einem ſt ſeinem Kummer nicht Raum gibt. je vom Gipfel des rothen Berges auf das Herz von Würtemberg, ſch grüne Ufer zieht, wie mannes⸗ i Feldern wogen, wie ſanfte Hügel aufziehen, bepflanzt mit köſtlichem kle, ſchattige Forſten die Gipfel der „ wie Dorf an Dorf mit den freund⸗ Dächern aus den Wäldern von Obſtbäu⸗ men ervorſchaut, wie gute fleißige Menſchen, kräftige Männer, ſchöne Weiber auf dieſen Höhen, in dieſen Thälern walten und ſie zu einem Garten anbauen— hättet Ihr dieſes geſehen, Junker, geſehen mit mei⸗ men Augen, und ſäßet jetzt hier unten, hinausgewor⸗ fen, verflucht, vertrieben, umgeben von ſtarren Felſen; tief im Schoos der Erde! O, der Gedanke iſt ſchreck⸗ lich und oft zu mächtig für ein Männerherz!“