Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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„Ich glaube, Euer ſcharfes Auge hat richtig be⸗ 8 merkt, und deßwegen will ich nach Lichtenſtein. Ich war von Anfang Willens, als ich mich vom Bunde los⸗ ſagte, nach Haus zu ziehen, aber die Alb iſt ſchon halbwegs von Franken hieher, da dachte ich, ich könnte das Fräulein noch einmal zuvor ſehen. Der Mann hier führte mich über die Alb. Ihr wiſſet, was meine Reiſe um acht Tage verzögerte. Sobald der Morgen herauf iſt, will ich oben im Schloß einſprechen, und

ich hoffe, ich komme dem alten Herrn jetzt willkomme⸗

ner, da ich das neutrale Gebiet verlaſſen und zu ſeiner

Farbe mich geſchlagen habe.“ „Wohl werdet Ihr ihm willkommen ſein, wenn

Ihr als Freund des Herzogs kommt, denn er iſt ihm reu und ſehr ergeben. Doch könnte es ſein, daß er Guch nicht traute, kenn er ſoll ein wenig mißtrauiſch grämlich gegen fremde Menſchen ſein. Ihr wiſſet, eich mit ihm ſtehe, denn er iſt der barmherzige Sa⸗ eer, der mich, wenn ich Nachts aus meiner Höhle „mit warmer Speiſe und mit noch wärmerem füür die Zukunft labt. Ein Paar Zeilen von mir

mögen Euch bei ihm beſſer empfehlen als ein Freibrief

des Kaiſers, und zum Zeichen für ihn und manchen Andern nehmet dieſen Ring und traget ihn zum An⸗ denken an dieſe Stunde, er wird Euch als einen Freund der gerechten Sache Würtembergs verkünden.“ Er zog bei dieſen Worten einen breiten Goldreif vom Finger. Ein rother Stein war in die Mitte gefaßt, und in den drei Hirſchgeweihen mit dem Jagdhorn auf dem * Drei Hirſchgeweihe, wovon die zwei oberſten vier, das