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meinen Augen. Er hätte ja vielleicht noch eine Schlacht
wagen können, aber er wollte nicht das Blut ſeiner Würtemberger auf ein ſo gewagtes Spiel ſetzen. Er hätte können den Leuten Geld abpreſſen und die Schwei⸗ zer damit halten, aber er war größer als ſein Unglück. Seht— das hat mich zu ſeinem Freunde gemacht.“ Der Ritter ſchlug die Augen auf, ſeine Bruſt ſchien höher zu ſchlagen, ſeine edle Geſtalt richtete ſich ſtolz empor, er ſah Georg lange an und drückte ſeine Hand an ſein pochendes Herz.„Wahrlich,“ ſagte er,„es lebt eine heilige, reine Stimme in Dir, junger Freund! Ich kenne den Herzog wie mich ſelbſt, aber ich darf ſagen, wie Du ſagteſt, er iſt größer als ſein Unglück, und— beſſer, als der Ruf von ihm ſagt. Aber er hat Wenige gefunden, die ihm Probe gehalten haben! Ach, daß er nur hundert gehabt hätte, wie Du biſt, und es
hätte kein Fetzen der bündiſchen Paniere auf einer wür⸗
tembergiſchen Zinne geweht. Daß Du ſein Freund wer⸗ den könnteſt! Doch es ſei ferne von mir, Dich einzu⸗ laden, ſein Unglück mit ihm zu theilen, es iſt genug, daß Deine Klinge und ein Arm wie der Deinige nicht mehr ſeinen Feinden gehört. Mögen Deine Tage hei⸗ terer ſein als die ſeinigen, möge der Himmel Dir Deine guten Geſinnungen gegen einen Unglücklichen belohnen!“
Es wehte ein Geiſt in den Worten des geächteten Ritters, der manch verwandte Saite in dem Herzen des Jünglings anſchlug. War es die Anerkennung ſeines perſönlichen Werthes, der ihm aus dem Munde eines Tapferen ſo ermunternd klang, war es die Ähn⸗


