Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Der Geächtete ſah den Jüngling mit Rührung an und drückte ſeine Hand.„Ihr ſcheint großen Antheil an dem Herzog zu nehmen,“ ſagte er, indem er ſeine durchdringenden Augen auf ihn heftete,„das hätte ich kaum gedacht, man ſagte mir, Ihr ſeiet Bündiſch.“

„Ich weiß, Ihr ſeid ein Anhänger des Herzogs,“ antwortete Georg,„aber Ihr werdet mir ſchon ein freies Wort geſtatten. Seht, der Herzog hat manches gethan, was nicht recht iſt. Zum Beiſpiel die huttiſche Geſchichte, ſie mag nun ſein wie ſie will, hätte er unter⸗ laſſen können. Sodann mag er mit ſeiner Frau hart umgegangen ſein, und Ihr müßt ſelbſt geſtehen, er ließ ſicch doch zu ſehr vom Zorn bemeiſtern, als er Reutlin⸗ gen ſich unterwarf—“

Er hielt inne, als erwarte er die Antwort des Rit⸗ ters, doch dieſer ſchlug die Augen nieder und winkte ſchweigend dem jungen Mann, tzufahren.„Nun, ſo dachte ich von dem Herzog, als ich Bündiſch wurde, ſo, und nur etwas ſtärker ſprach man von ihm im Heere. Aber eine große Fürſprecherin hatte er an Marien, und es iſt Euch vielleicht bekannt, daß ich mich auf ihr Zu⸗ reden losſagte. Nun bekamen die Sachen bald eine an⸗ dere Geſtalt in meinen Augen, ſei es, weil ich von Na⸗ tur mitleidig bin und Niemand ungerecht mißhandelt ſehen kann, oder auch, weil ich die Abſichten der Bün⸗ diſchen beſſer durchſchaute— ich ſah, daß dem Herzog zu viel geſchehe; denn der Bund hatte offenbar kein Recht, den Herzog aus allen ſeinen Beſitzungen und ſo⸗ gar von ſeinem Fürſtenſtuhl zu vertreiben, und ihn ins Elend zu jagen. Und da gewann der Herzog wieder in