Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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guter Ammen gelaſſen; ſie werden ſie, ſo Gott will, bewahren, bis der Vater wieder heimkommt.“ Er hatte dies mit bewegter, dumpfer Stimme geſprochen, doch als wolle er die trüben Gedanken aus dem Gedächt⸗ niß abwiſchen, fuhr er mit der Hand über die Stirne⸗ und wirklich glätteten ſich die Falten, die ſich dort zu⸗ ſammengezogen hatten, augenblicklich, er blickte wieder heiterer um ſich her und ſprach:

„Der Hans hier kann mir bezeugen, daß ich ſchon oft gewünſcht habe, Euch zu ſehen, Herr von Sturm⸗ feder. Er hat mir von Eurer ſonderbaren Verwundung erzählt, wo man Euch wahrſcheinlich für einen der Vertriebenen gehalten und angefallen hat, indeſſen der Rechte Zeit gewann, zu entfliehen.“

„Das ſoll mir lieb ſein,“ antwortete Georg.„Ich möchte faſt glauben, man hat mich für den Herzog ſelbſt gehalten, denn dieſem paßten ſie damals auf, und ich will gerne die tüchtige Schlappe bekommen haben, wenn er dadurch gerettet wurde.“

„Ei, das iſt doch viel. Wiſſet Ihr nicht, daß der Hieb, der nach Euch geführt wurde, eben ſo gut tödt⸗ lich werden konnte?“

„Wer zu Feld zieht,“ entgegnete Georg,„der muß ſeine Rechnung mit der Welt ſo ziemlich abge⸗ ſchloſſen haben. Es iſt zwar ſchöner, in einer Feld⸗ ſchlacht vor dem Feinde zu bleiben, wenn die Freunde jubeln und die Kameraden umherſtehen, um einem den letz⸗ ten Liebesdienſt zu erweiſen. Aber doch wäre ich damals auch geſtorben, wenn es hätte ſein müſſen, um die Streiche dieſer Meuchelmörder von dem Herzog abzulenken.“