Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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ausbrachte und die Felſen dieſer Unterwelt es beant⸗ worteten. Fülle den Becher, Hans, und trinke auch Du, und weißt Du einen guten Spruch, ſo gib ihn preis.“

Der Pfeifer von Hardt füllte ſich den Becher und blickte Georg mit freundlichen Blicken an:„Ich bring es Euch, Junker, und etwas recht Schönes dazu: Das Fräulein von Lichtenſtein!“

„Halloh, ſa!l ſa! trinkt Junker, trinkt!“ rief der Geächtete und lachte, daß die Höhle dröhnte.„Aus bis auf den Boden, aus! Sie ſoll blühen und leben für Euch! Das haſt Du gut gemacht, Hans! Sieh nur, wie unſerem Gaſt das Blut in die Wangen ſteigt, wie ſeine Augen blitzen, als küſſe er ſchon ihren Mund. — Dürft Euch nicht ſchämen! Auch ich habe geliebt und gefreit, und weiß, wie einem fröhlichen Herzen von vierundzwanzig Jahren zu Muth iſt!“

„Armer Mann!“ ſagte Georg.„Ihr habt geliebt

und gefreit, und mußtet vielleicht ein geltebtes Weib und gute Kinder zurücklaſſen?“ Er fühlte ſich, wäh⸗ rend er dies ſprach, heftig am Mantel gezogen, er ſah ſich um, und der Spielmann winkte ihm ſchnell mit den Augen, als ſei dies ein Punkt, worüber man mit dem Ritter nicht ſprechen müſſe. Und den Jüngling gereu⸗ ten auch ſeine Worte, denn die Züge des unglücklichen Mannes verfinſterten ſich, und er warf einen wilden Blick auf Georg, indem er ſagte:„Der Froſt im Sep⸗ tember hat ſchon oft verderbt, was im Mai gar herr⸗ lich blühte, und man fragt nicht, wie es geſchehen ſei. Meine Kinder habe ich in den Händen rauher, ber