Teil eines Werkes 
15. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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ſoll von mir ſagen: Ich habe für ungerechtes Gut das Schwert meines Vaters gezogen.

Jeder nach ſeiner Weiſe, antwortete Dietrich, es klingt dies Alles recht ſchön; aber ich für meinen Theil würde mir ſchon etwas gefallen laſſen, um mein Haus anſtändig und wohnjich wieder herzuſtellen. Möget Ihr übrigens Euren Entſchluß ändern oder nicht, auf jeden Fall hoffe ich, werdet Ihr es Euch noch einige Tage bei mir gefallen laſſen.

Ich erkenne Eure Güte, antwortete G aber Ihr ſeht, daß ich unter den gegenwärtigen ſtänden nichts mehr in dieſer Stadt zu thun habe gedenke mit Anbruch des Morgens zu reiten.

Nun, und kann man Euch Grüße mitgeb fragte der Rathsſchreiber mit überaus ſchlauem La Ihr reitet doch den nächſten Weg nach Lichtenſte b

Der junge Mann erröthete bis in die Stirne hin⸗ auf. Es war zwiſchen ihm und ſeinem Gaſtfreund ſeit Mariens Abreiſe dieſer Gegenſtand noch nicht zur Sprache gekommen, um ſo mehr überraſchte ihn jetzt die ſchlaue Frage ſeines Gaſtfreundes.Ich ſehe, ſagte er,daß Ihr mich noch immer falſch verſtehet. Ihr glaubet, ich habe dem Bunde nur deßwegen den Rücken zugewandt, um mich an die Feinde anzuſchlie⸗ ßen? Wie möget Ihr nur ſo ſchlimm von mir denken!

Ach, geht mir doch! entgegnete der kluge Rathé⸗ ſchreiber.Niemand anders als mein reizendes Bäschen hat Euch von uns abwendig gemacht. Ihr hättet wohl zu Allem, was der Bund gethan, ein Auge zugedrückt, wenn der alte Lichtenſtein auch mitgemacht hätte. Nunf