II.
O wenn die Nacht des Grames dich umſchlinget, Mit ſchwerem Leid dein wundes Herz oft ringet, Wenn nur der Stern, der nach der Sonne ſtehet, Der Liebe Stern in Dir nicht untergehet.
P. Conz.
Georg fühlte ſich leichter, als er auf ſeinem Zim⸗ mer über das Vorgefallene nachdachte. Jetzt war ja entſchieden, was zu entſcheidener ſo lange gezögert hatte, entſchieden auf eine Weiſe, wie er ſie beſſer nicht hätte wünſchen können. So hatte er jetzt einen guten Grund, das Heer ſogleich zu verlaſſen, und der Oberſt⸗ Feldlieutenant mußte die Schuld ſich ſelbſt beimeſſen.
Wie ſchnell hatte ſich doch Alles in den vier Tagen gewendet; wie verſchieden waren die Geſinnungen, mit denen er in dieſe Stadt einzog, von denen, die ihn aus ihren Mauern hinaustrieben! Damals, als der Don⸗ ner der Geſchütze, aller feierliche Klang der Glocken, die lockenden Töne der Trompeten ihn begrüßten, wie ſchlug da ſein Herz dem Kampf entgegen, um Marien zu ver⸗ dienen! Und als er das erſtemal vor jenen Frondsberg geführt wurde, wie erhebend war der Gedanke, unter den Augen dieſes Mannes zu ſtreiten, aus ſeinem Munde


