gegnete Georg, der für gerathener hielt, ſeine Fröhlich⸗
ſich Ruhm zu erwerben!— Und wie erkaltete bald dar⸗ auf ſein Eifer, als der Bund in ſeinen Augen jenen Glanz verlor, mit welchem ihn ſeine jugendliche Phan⸗ taſte umgeben hatte; wie ſchämte er ſich, ſein Schwert für die zu ziehen, die, nur von Eigennutz und Habgier getrieben, das ſchöne Land ſich zur Beute auserſehen hatten! Wie ſchrecklich war ihm der Gedanke, Marie und die Ihrigen auf der feindlichen Seite zu wiſſen, treuergeben dem unglücklichen Fürſten, den auch er aus ſeinen Grenzen zu jagen helfen ſollte? Um eine ſolche Sache ſollte er jenes theure Herz brechen, das unter jedem Wechſel treu für ihn ſchlug?„Nein! Du haſt es wohl mit mir gemeint,“ ſprach er, indem ſein Auge dem Strahl der Abendſonne, der durch die runden Schei⸗ ben hereinfiel, hinauf zu dem blauen Himmel folgte; „Du haſt es wohl mit mir gemeint; was jedem Andern, der heute an meiner Stelle ſtand, zum Verderben gewe⸗ ſen wäre, haſt Du für mich zum Heil gelenkt!“ Jene Heiterkeit, die, ſeit er wußte, wie furchtbar ſich das Geſchick zwiſchen ihn und ſeine Geliebte ſtellte, einem trüben Ernſt gewichen war, kehrte wieder auf ſeine Stirne, um ſeinen Mund zurück; er ſang ſich ein frohes Lied, wie in ſeinen froheſten Augenblicken.— Erſtaunt betrachtete ihn der eintretende Herr von Kraft.„Nun, das iſt doch ſonderbar,“ ſagte er;„ich eile nach Haus, um meinen Gaſt in ſeinem gerechten Schmerz zu tröſten, und finde ihn ſo fröhlich wie nie; wie reime ich das zuſammen?“ 1 „Habt Ihr noch nie gehört, Herr Dietrich,“ ent⸗


