Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Mein theurer Lehrer! antwortete der Jüngling, indem er die Hand des Alten an ſeine Lippen zog;er hieß: So Einer Allah liebt und ein gutes Gewiſſen hat, iſt er auch in der Wüſte des Elendes nicht allein; denn er hat zwei Ge⸗ fährten, die ihm tröſtend zur Seite gehen.

Da hob der Alte dankend ſeine Augen auf zum Himmel, zog den Jüngling hinauf an ſeine Bruſt und gab ihn dem Scheik und ſprach:Nimm ihn hin; ſo gewiß Du zehn Jahre um ihn trauerteſt, ſo gewiß iſt es Dein Sohn Kairam.

Der Scheik war außer ſich vor Freude und Ent⸗ zücken; er betrachtete immer von Neuem wieder die Züge des Wiedergefundenen, und unläugbar fand er das Bild ſeines Sohnes wieder, wie er ihn verloren hatte. Und alle Anweſende theilten ſeine Freude; denn ſie liebten den Scheik, und Jedem unter ihnen war es, als wäre ihm heute ein Sohn geſchenkt worden.

Jetzt füllte wieder Geſang und Jubel dieſe Halle, wie in den Tagen des Glückes und der Freude. Noch einmal mußte der Jüngling, und noch ausführlicher, ſeine Geſchichte erzählen, und Alle prieſen den arabi⸗ ſchen Profeſſor und den Kaiſer und Jeden, der ſich Kairams angenommen hatte. Man war beiſammen bis in die Nacht, und als man aufbrach, beſchenkte der Scheik jeden ſeiner Freunde reichlich, auf daß er immer dieſes Freudentages gedenke.

Die vier jungen Männer aber ſtellte er ſeinem Sohne vor und lud ſie ein, ihn immer zu beſuchen⸗ und es war ausgemachte Sache, daß er mit dem Schrei⸗