Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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13⁰ Marktplatz meiner Vaterſtadt. Nach einer Weile aber kam ein vornehmer Mann um die Ecke, da rief er: O was für ein theures Geſchenk des Himmels ſind die Augen! Ich ſehe noch einmal meinen ehrwürdigen Vater! Der Mann aber trat zu uns, betrachtete die⸗ ſen und jenen, und kaufte endlich den, dem dies Alles begegnet iſt, da rief er Allah an, ſprach ein heißes Dankgebet und flüſterte mir zu: Jetzt gehe ich wieder ein in die Hallen meines Glückes; es iſt mein zigener Vater, der mich gekauft hat.

Es iſt alſo doch nicht mein Sohn, mein Kairam! ſagte der Scheik, von Schmerz bewegt. 8

Da konnte ſich der Jüngling nicht mehrzurückhalten, Thränen der Freude entſtürzten ſeinen Augen, er warf ſich nieder vor dem Scheik und rief:Und dennoch iſt es Euer Sohn, Kairam Almanſor; denn Ihr ſeid es, der ihn gekauft hat.

Allah, Allah! Ein Wunder, ein großes Wunder! riefen die Anweſenden und drängten ſich herbei; der Scheik aber ſtand ſprachlos und ſtaunte den Jüngling an, der ſein ſchönes Antlitz zu ihm aufhob.Mein Freund Muſtapha! ſprach er zu dem alten Derwiſch, vor meinen Augen hängt ein Schleier von Thränen, daß ich nicht ſehen kann, ob die Züge ſeiner Mutter, die mein Kairam trug, auf ſeinem Geſicht eingegraben ſind, trete Du her und ſchaue ihn an.

Der Alte trat herzu; ſah ihn lange an, legte ſeine Hand auf die Stirne des jungen Mannes und ſprach: Kairam! wie hieß der Spruch, den ich Dir am Tage des Unglücks mitgab ins Lager der Franken?