Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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junge Männer in Sklaventracht. Der Alte belehrte ſeine jungen Freunde, daß dies die Sklaven ſeien, die Ali Banu an dieſem Tage frei gebe. Es waren unter ihnen auch einige Franken, und der Alte machte beſon⸗ ders auf einen von ihnen aufmerkſam, der von ausge⸗ zeichneter Schönheit und noch ſehr jung war. Der Scheik hatte ihn erſt einige Tage zuvor einem Sklaven⸗ händler von Tunis um eine große Summe abgekauft und gab ihn dennoch jetzt ſchon frei, weil er glaubte, je mehr Franken er in ihr Vaterland zurückſchicke, deſto früher werde der Prophet ſeinen Sohn erlöſen.

Nachdem man überall Erfriſchungen umhergereicht hatte, gab der Scheik dem Aufſeher der Sklaven ein Zeichen. Dieſer ſtand auf, und es ward tiefe Stille im Saal. Er trat vor die Sklaven, welche freigelaſſen werden ſollten und ſprach mit vernehmlicher Stimme: Ihr Männer, die Ihr heute frei ſein werdet durch die Gnade meines Herrn Ali Banu, des Scheik von Aleſſandria, thuet nun, wie es Sitte iſt an dieſem Tag in ſeinem Hauſe und hebet an zu erzählen. Sie flüſterten unter einander. Dann aber nahm ein alter Sklave das Wort und fing an zu erzählen:

Der Zwerg Naſe.

Herr! Diejenigen thun ſehr unrecht, welche glau⸗ ben, es habe nur zu Zeiten Haruns Al⸗Raſchid, des Beherrſchers von Bagdad, Feen und Zauberer gege⸗ ben, oder die gar behaupten, jene Berichte von dem Treiben der Genien und ihrer Fürſten, welche man von den Erzählern auf den Märkten der Stadt hört,