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einander ſprachen:„Ich möchte doch nicht der Scheik Ali Banu ſein.“
Nicht lange Zeit, nachdem dieſe jungen Leute mit dem alten Mann über den Scheik Ali Banu geſprochen hatten, traf es ſich, daß ſie um die Zeit des Morgen⸗ gebets wieder dieſe Straße gingen. Da fiel ihnen der alte Mann und ſeine Erzählung ein, und ſie beklagten zuſammen den Scheik und blickten nach ſeinem Hauſe. Aber wie erſtaunten ſie, als ſie dort alles aufs Herr⸗ lichſte ausgeſchmückt fanden! Von dem Dache, wo geputzte Sklavinnen ſpazieren gingen, wehten Wim⸗ peln und Fahnen, die Halle des Hauſes war mit köſt⸗ lichen Teppichen belegt, Seidenſtoff ſchloß ſich an dieſe an, der über die beiden Stufen der Treppe gelegt war, und ſelbſt auf der Straße war noch ſchönes feines Tuch ausgebreitet, wovon ſich Mancher wünſchen mochte zu einem Feſikleid oder zu einer Decke für die Füße.
„Ei, wie hat ſich doch der Scheik geändert in den wenigen Tagen!“ ſprach der junge Schreiber;„will er ein Feſt geben? Will er ſeine Sänger und Tänzer anſtrengen? Seht mir dieſe Teppiche! hat ſie Einer ſo ſchön in ganz Aleſſandria! Und dieſes Tuch auf dem gemeinen Boden, wahrlich, es iſt Schade dafür!“
„Weißt Du, was ich denke 2“ ſprach ein Anderer. „Er empfängt ſicherlich einen hohen Gaſt; denn das ſind Zubereitungen, wie man ſie macht, wenn ein Herr⸗ ſcher von großen Ländern oder ein Effendi des Groß⸗ herrn ein Haus mit ſeinem Beſuche ſegnet. Wer mag wohl heute hierher kommen 24


