Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

werden vom Glauben ſeiner Väter, und er werde ihn einſt nicht umarmen können in den Gärten des Pa⸗ radieſes!

Darum iſt er auch ſo mild gegen ſeine Sklaven und gibt große Summen an die Armen; denn er denkt, Allah werde es vergelten und das Herz ſeiner frän⸗ kiſchen Herren rühren, daß ſie ſeinen Sohn mild be⸗ handeln. Auch gibt er jedesmal, wenn der Tag kömmt, an welchem ihm ſein Sohn entriſſen wurde, zwölf Sklaven frei.

Davon habe ich auch ſchon gehört, entgegnete der Schreiber.Aber man trägt ſich mit wunderlichen Reden. Von ſeinem Sohn wurde dabei nichts erwähnt, wohl aber ſagt man, er ſei ein ſonderbarer Mann und ganz beſonders erpicht auf Erzählungen. Da ſoll er jedes Jahr unter ſeinen Sklaven einen Wett⸗ ſtreit anſtellen, und wer am beſten erzählt, den gibt er frei. 3

Verlaſſet Euch nicht auf das Gerede der Leute, ſagte der alte Mann;es iſt ſo, wie ich es ſage, und ich weiß es genau; möglich iſt, daß er ſich an dieſem ſchweren Tage aufheitern will und ſich Geſchichten erzählen läßt; doch gibt er ſie frei um ſeines Sohnes willen. Doch der Abend wird kühl, und ich muß wei⸗

ter gehen. Schalem aleikum, Friede ſei mit Euch, Ihr.

jungen Herren, und denket in Zukunft beſſer von dem guten Scheik.

Die jungen Leute dankten dem Alten für ſeine Nachrichten, ſchauten noch einmal nach dem trauern⸗ den Vater und gingen die Straße hinab, indem ſie zu