Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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men und tanzen und ſpringen und allerlei wunderliche Stücke aufführen. Dazu rauchte ich recht vornehm die Waſſerpfeife, ließe mir den köſtlichen Sorbet reichen und ergötzte mich an all dieſem wie ein König von Bagdad.

Der Scheik, ſprach ein Driiter dieſer jungen Leute, der ein Schreiber war,der Scheik ſoll ein gelehrter und weiſer Mann ſein, und wirklich, ſeine Vorleſungen über den Koran zeugen von Beleſenheit in allen Dichtern und Schriften der Weisheit. Aber iſt auch ſein Leben ſo eingerichtet, wie es einem vernünfti⸗ gen Mann geziemt? Dort ſteht ein Sklave mit einem ganzen Arm voll Rollen, ich gäbe mein Feſtkleid dafür, nur eine davon leſen zu dürfen, denn es ſind gewiß ſel⸗ tene Sachen. Aber er! Er ſitzt und raucht, und läßt Bücher Bücher ſein. Wäre ich der Scheik Ali Banu, der Kerl müßte mir vorleſen, bis er keinen Athem mehr hätte, oder bis die Nacht herauf käme. Und auch dann noch müßte er mir leſen, bis ich entſchlummert wäre.

Ha! Ihr wißt mir recht, wie man ſich ein köſtli⸗ ches Leben einrichtet, lachte der Vierte.Eſſen und trinken, ſingen und tanzen, Sprüche leſen und Gedichte hören von armſeligen Dichtern! Nein, ich würde es ganz anders machen. Er hat die herrlichſten Pferde und Kameele und Geld die Menge. Da würde ich an ſeiner Stelle reiſen, reiſen bis an der Welt Ende, und ſelbſt zu den Moskowitern, ſelbſt zu den Franken. Kein Weg wäre mir zu weit, um die Herrlichkeiten der Welt zu ſehen. So würde ich thun, wäre ich jener Mann dort.

Die Jugend iſt eine ſchöne Zeit und das Alter, wo man fröhlich iſt, ſprach ein alter Mann von un⸗